Samstag, 28. September 2013

KS Ruch Chorzów - Wisla Kraków SSA 1:1

Ekstraklasa
Stadion Ruchu Chorzów przy. ul. Cichej
Zuschauer: 5000 (ca. 650 Gäste)

Normalerweise gibt es bei uns immer nur aktuelle Berichte zu lesen, aber heute mal ein „Klassiker“ von einem Besuch in Oberschlesien im September 2013. Ich habe zusammen mit meinem polnischsprachigen Kumpel dabei mehrere Spiele besucht. An diesem Tag sahen wir erst ein Drittligaspiel Rozwój Katowice gegen Jarota Jarocin. Mit ein paar Fans vor Ort wurde das eine oder andere Bier getrunken und sich über die Fanszenen in Polen unterhalten. Kurz vor Spielschluss machten wir uns auf nach Chorzów (Königshütte) zu Ruch, dem Rekordmeister, dessen glanzvolle Tage aber schon vorbei sind.

Jetzt wissen wir auch, dass Ruch nicht umsonst zu den Topszenen in Polen gehört. Auch das Stadion ist eine Reise wert, so lange es noch steht, da es nämlich schon länger Umbaupläne gibt.Das Straßenbahnnetz in Oberschlesien gilt als eines der größten in Europa, dementsprechend kompliziert ist der Fahrplan. Mit ein paar Tipps der Rozwój-Leute gelang die Fahrt aber ohne Probleme. Am Stadion angekommen ging es direkt zum Eingang, da wir die Karta Kibica am Tag davor besorgt hatten. Mit Ausweis bzw. Reisepass war es kein Problem. Zuerst haben wir uns mit der typischen polnischen Kielbasa vom Grill versorgt und schon ging es zu unseren Stehplätzen in der „dziesiona“ – dem Sektor 10. In der gleichen Kurve befindet sich auch der Fanblock, die Gäste befinden sich gegenüber.
Das Stadion ist eines der letzten alten Stadien der Ekstraklasa. Beeindruckend sind vor allem die Flutlichtmasten und die Haupttribüne mit dem Vereinsnamen über dem Dach.
Unser Block war weniger auf das Spiel konzentriert, sondern ausschließlich auf den Support. Unsere Polnischkenntnisse waren dabei hilfreich, um auch selber ein wenig mitzumachen und um nicht als schwarzes Schaf aufzufallen. Neben den großen und beeindruckenden Zaunfahnen, vor allem „chuliganeria“, bleibt uns bis heute vor allem der brutal laute Gesang von Ruch in Erinnerung. Von den Gästen war auf Grund unserer Plätze so gut wie nichts zu hören. Und das, obwohl man am Klatschen schon sah, dass alle Krakauer am Support beteiligt waren.Auf einmal war ein lauter Böller als Startsignal für die Choreo der Heimszene zu hören, mit der wir vorher gar. nicht gerechnet hatten Es handelte sich nämlich weder um ein Derby, noch gibt es besonderen Hass zwischen den beiden Szenen. Zunächst gab es eine Blockfahne und den Spruch „Zu jung um zu sterben, zu alt um sich zu ändern“. Viele rote Leuchtspuren und Raketen erleuchteten den oberschlesischen Himmel. Danach wurde noch mehr Pyrotechnik abgebrannt. Es waren Breslauer, blau-weißer Rauch, Stroboskope sowie Fahnen zu sehen… Top!

To my, chlopcy ze Slaska,Zna nas cala Polska,
Za Ruch, za HKS,pojdziemy az po zycia kres!


Text: Experte 3 + Gast
Fotos: Experte 3