Mittwoch, 30. Dezember 2015

VER Selb - EV Landshut 0:2

Oberliga Süd
Eisstadion Selb
Zuschauer: 2374 (ca. 150 Gäste)

Nachdem ich es leider am Montag nicht nach Landshut zum Spiel gegen Weiden geschafft habe, ging es für mich am Mittwoch zu deren Auswärtsspiel nach Selb.
In der Porzellanstadt angekommen staunte ich nicht schlecht was in dieser Kleinstadt für ein Tempel steht. Fast 4000 Zuschauer fasst das Selber Eisstadion und hatte ich in dieser Größenordnung nicht erwartet. Die langen Schlangen an der Kasse ließen schon eine gute Kulisse erwarten, die fast 2400 Zuschauer übertrafen dann aber doch meine Erwartungen um einiges. Wo allerdings die übrigen 1600 Zuschauer noch Platz finden sollen ist für mich schon fraglich, schließlich ging es auf den Stehrängen bereits ganz schön eng zu, lediglich auf der Hintertortribüne war noch etwas Platz.

Stimmungstechnisch fand ich den Heimanhang ganz gut, oftmals stimmte auch das komplette Stadion mit ein und dann war das schon eine unerwartet laute Atmosphäre, auch die ein oder andere kurze Pause oder etwas leisere Phase gab es. Ich würde den Selber Anhang eher als oldschool oder kuttig bezeichnen, ein paar einfache Lieder die dafür mehr Leute mitsingen und bis auf 1 – 2 Fahnen war optisch kaum etwas geboten. Die einzigen wo ich vielleicht als etwas ultraorientiert beschreiben würde waren die Jungs hinter der ‘‘Grenz Bande‘‘-Zaunfahne, aber auch die sind noch ein gutes Stück davon entfernt.
Aus Landshut reisten etwa 150 Gäste an, wovon etwa 40 - 50 Jungs und Mädels sich durchgängig darum bemühten Stimmung zu machen. Das Liedgut war sehr melodisch angehaucht, haute mich jetzt aber nicht unbdingt vom Hocker. Ich will jetzt nicht sagen, dass sie schlecht waren, aber irgendwie hatte ich mir etwas mehr erwartet. Auch aus Landshut hörte ich schon, dass sie nicht ganz zufrieden waren mit ihrem Auftritt. Deshalb steht für mich fest, dass ich mich auch irgendwann in Landshut blicken lasse und sie mich davon überzeugen können, dass sie mehr drauf haben.
Ansonsten fand ich sehr positiv, dass die Show um das Spiel drumherum relativ klein gehalten wurde, habe ich schon ganz anders beim Eishockey erlebt. Auch der Stadionsprecher war nicht zu aufdringlich und animierte ständig zum Anfeuern. Sehr lobenswert!
Auch der Gang an die Fressbude blieb nicht aus, ein trinkbares Bier gibt es für 2,60 und ein Pärchen Käsekrainer für 2,10. Bekommt beides eine solide 3, nicht schlecht aber halt auch nicht der absolute Kracher.
Hockey hat wieder einmal Spaß gemacht und bevor es Ende Januar wieder zum Fußball geht, folgen noch 1 – 2 Spiele.

Fotos/Text: Experte 2