Samstag, 7. November 2015

1. FC Union Berlin - 1. FC Nürnberg 3:3

2. Bundesliga
Stadion an der Alten Försterei
Zuschauer: 21 522 (2500 Gäste)

Gute sieben Jahre sind seit meinem letzten Besuch in Berlin vergangen. Mit dem Nachtbus ging es Samstagnacht nach Berlin. Obwohl ich Union nie zuvor gesehen habe, empfand ich schon immer Sympathie für diesen Verein. Der Verein schafft es trotz des modernen Einflusses im Fußball sein eigenes Gesicht zu behalten und dabei noch auf Dauer in der 2. Bundesliga zu spielen. Auch hier wurde das Stadion umgebaut. Doch es entstand keine sterile Arena an der Autobahn. Die neue Alte Försterei hat immer noch ein eigenes Flair und steht an derselben Stelle, wo noch der Vorgängerverein Union Oberschöneweide seine Spiele seit 1920 austrug.

Ganze 80% der Plätze im Stadion der Union bilden Stehplätze, was für die 1. und 2. Bundesliga ein Spitzenwert ist. Selbstverständlich ist dadurch auch die Atmosphäre höchstklassig.
In erster Linie war ich auf die Unterstützung gespannt, da ich schon genug Leute von Union schwärmen gehört habe. Zu Recht! Der Stil der Heimszene imponiert auch mir absolut. Der Support der Waldseite bestand aus wirklich guten Liedern, sodass auch die Leute von der Gegengerade fleißig miteingestiegen sind. Für mich steht fest, dass die Union-Lieder viel mehr die deutsche Fankultur repräsentieren als die melodischen Gesänge, welche aus anderen Ländern übernommen wurden.
Der Gästeblock war heute selbstverständlich ausverkauft, die meisten Fans durften mit dem Sonderzug aus Nürnberg gekommen sein. Zum Einlauf präsentierten die Franken eine Choreo: Es wurden schwarze und rote Fahnen mit dem FCN-Wappen geschwenkt und dazu der Spruch „Was auch immer passiert wir lieben dich sowieso“. Es war zwar nichts geniales, aber für einen Auswärtsblock geht es durchaus in Ordnung. Die meisten Szenen machen auswärts nämlich nicht einmal das. Der Support der Gäste war heute auch zufriedenstellend, vor allem wenn der ganze Block zum Mitmachen animiert wurde.
Auch auf dem Platz war es an diesem Samstag interessant. Zuerst ging der FCN mit 0:1 in Führung, zur 58 Minute stand es dann aber 3:1 für die Heimmannschaft. Schließlich konnte der Glubb das Unentschieden von 3:3 rausholen.
Alles in allem: Ein perfektes Fußballspiel! Was braucht man mehr?

Text/Fotos: Experte 3