Samstag, 20. Juni 2015

BSG Chemie Leipzig - BSG Stahl Riesa 2:3

Sachsenliga
Alfred-Kunze-Sportpark
Zuschauer: 3 364 (60 Gäste)

Obwohl die Saison schon vorbei schien, fand ich doch noch ein interessantes Spiel im Juni. Für die BSG Chemie Leipzig ging es um den Aufstieg in die NOFV-Oberliga-Süd. Noch letzte Saison spielte der Verein eine Liga tiefer und jetzt gab es die Riesenchance, nochmal aufzusteigen. Es ging mit International Leipzig, die gleichzeitig gegen Heidenau antraten, in das Aufstiegsduell um den zweiten Platz. Beide hatten Punktegleichstand, Chemie ein Tor mehr. 

Normal steigt aus der Sachsenliga keine zweite Mannschaft auf, doch dieses Jahr darf auch der Tabellenzweite aufsteigen, da sich viele Zweite Mannschaften aus der Oberliga zurückgezogen haben. Nächstes Jahr hätte es auch eine interessante Liga werden können, in welcher bereits Wismut Gera, VFC Plauen und Lok Leipzig spielen. Zu dem heutigen Spiel kamen über 3000 Zuschauer, was für Chemie in der Sachsenliga außergewöhnlich ist.
Mit 15 Minuten Verspätung wurde das Spiel angepfiffen, da man laut Stadionsprecher „noch auf einige Bummelanten an den Kassen“ warten musste. Am Anfang gab es eine große Choreo, die für die sechste Liga schon durchaus sehr stark war.
Ich bin mit durchaus hohen Erwartungen zu dem Spiel, da ich über Chemie bisher nur sehr positive Sachen gehört habe. Ich habe aber gemerkt, dass hier auch nur mit Wasser gekocht wird. Positiv war die sehr hohe Mitmachquote, die Lautstärke war dafür aber auch nach den Toren nicht besonders hoch.
Zur Halbzeit stand es 0-0 während International 3-0 führte. Die zwei Tore für Chemie nach der Halbzeit änderten auch kaum etwas an der durchschnittlichen Stimmung. Dann gab die Mannschaft das Spiel auch noch aus den Händen und Stahl Riesa drehte es locker mit drei Toren. Das verbesserte die Laune der 60 Gäste noch weiter, obwohl diese schon sowieso die ganze Zeit viel Spaß hatten.
Nachdem für Chemie alles verloren schien und passend dazu auch noch der Regen anfing, zündeten die Heimfans auch noch ein wenig Pyrotechnik. Nach dem Spiel wurde die Mannschaft trotz des verpassten Aufstieges ausgiebig gefeiert.
Der AKS ist sehr beeindruckend, vor allem die Hintertortribüne (Norddamm) mit den zwei Rängen ist denke ich schon einzigartig.

Fotos/Text: Experte 3