Samstag, 14. März 2015

1. FC Kaiserslautern - 1. FC Nürnberg 2:1

2. Bundesliga
Fritz-Walter-Stadion
Zuschauer: 35.830 (ca. 5.500 Gäste)

Für Umme - denn ab Würzburg gilt die Eintrittskarte als Fahrkarte - ging es mit der Bimmelbahn in die Pfalz, zwar echt eine üble Tour aber wenn es nix kostet darf ich auch nicht meckern.
Das Fritz-Walter-Stadion (eine echte Wohltat neben den ganzen XYZ-Arenen im Profifussball) liegt gut 5 Fußminuten bergauf vom HBF entfernt. Als Autofahrer gibt es zwar Probleme einen Parkplatz zu finden, aber sehr coole Lage wie ich finde. Das Stadion wurde zwar 2002 für die WM 2006 renoviert, dennoch versprühen die mächtigen Tribünen einen gewissen Charme auf denen ich mich wohl fühlen kann.

Die Westkurve startete mit einer Schalparade und Schwenkfahnen ins Spiel, was ein schönes geschlossenes Bild abgab. Die ersten 10 Minuten waren die Pfälzer auch sehr lautstark, ließen dann allerdings leider nach. Meist waren jetzt nur noch die Ultras plus Umfeld am supporten. Nur bei einfacherem Liedgut stimmte die restliche Kurve mit ein. Schade, bei dieser schnellen Führung hatte ich mir etwas mehr versprochen. Die letzten 20 Minuten wachte das restliche Publikum zum Glück wieder auf und es wurde ab und an richtig schön laut. Dürfte nicht der beste Auftritt der Lauterer gewesen sein, habe ich sie auswärts schon wesentlich besser erlebt.
Im Gästeblock hatten die Nürnberger eine kleine Choreo vorbereitet. Unter dem Motto ''FUSSBALLROCKER - BORN TO BE WILD'' zeigten die Franken das UN-Männchen auf einem Chopper, im unteren Teil des Blocks schwarze und oben rote Fahnen, abgerundet wurde das Ganze von einer ordentlichen Prise Rauch. Nach knapp 15 Minuten wurden erneut Fahnen zum Abdecken hochgezogen und ca. 9 - 10 Bengalos abgefackelt. Gab ein cooles Bild ab! Trotz frühem Rückstand fand ich den Auftritt der Franken recht gelungen. Meist war die untere Hälfte des Stehplatzes am supporten und machte ordentlich mit. Ohne das jetzt genau zu wissen, behaupte ich, dass es schwer ist, den Support in diesem Schlauch zu koordinieren.
Auf dem Feld zeigten die Hausherren weshalb sie in der Tabelle auf einem Relegationsplatz stehen. Wirklich eine Chance hatten die Nürnberger nicht, wenn das Spiel 3:1 oder 4:1 ausgegangen wäre hätte sich auch keiner beschweren dürfen. Viel zu harmlos agierten die Franken nach vorne.
Nach dem Spiel ging es zurück zum Bahnhof, kurz mit Proviant eingedeckt und dann gurkten wir auch schon mit der S-Bahn Richtung Heimat.


Fotos/Text: Experte 2