Sonntag, 15. Februar 2015

SV Darmstadt - TSV 1860 München 1:1

2. Bundesliga
Stadion am Böllenfalltor
Zuschauer: 15.600 (ca. 2000 Gäste)

Nachdem wir gestern einen schönen Ausflug nach Aspach hatten und obwohl ich bereits vor knapp einem Jahr am Böllenfalltor war , entschiede ich mich kurzfristig nachzulegen und so stand vor uns das Spiel zwischen dem SV Darmstadt und dem TSV 1860 München. Seit Freitag waren nur noch ca. 1000 Tickets verfügbar und so reisten wir ein wenig frühzeitiger an, um noch Tickets an der Tageskasse zu erlangen. 
Im Stadion hat sich seit meinem letzten Besuch eigentlich nichts getan. Das ist auch gut so, denn hier lebt noch der echte Fußball! Das Stadion ist einfach top und deswegen hoffe ich, dass es möglichst lang ohne Umbau übersteht, denn solche Orte sind in der höheren Ligen sehr selten anzutreffen. 

Supporttechnich konnte mich der Heimblock heute, auch ohne hohe Erwartungen zu haben, überhaupt nicht überzeugen. In der zweiten Hälfte stand ich nur noch 30 Meter entfernt und trotzdem kam kaum was an. Das war leider sehr enttäuschend und einzig der Wechselgesang mit der Gegengerade konnte positiv herausstechen. Bei diesem machte die ganze Haupttribüne und die überfüllte Gegentribüne sehr fleißig mit.

Die Stimmung der Gäste wurde den Erwartungen gerecht. Sechziger hatten keine besonders hohe Mitmachquote und am Support beteiligte sich ein Stimmungskern von maximal 400 Leuten. Es war aber dennoch ordentlich und abwechslungsreich. Zum Spielbeginn präsentierten die Gästefans eine Choreo, welche dem verstorbenen Manfred Wagner (Deutscher Meister 1966 mit TSV) gewidmet war.
Zum Ende der Halbzeit kam noch ein Spruchband: „GeschlechTSVerkehr findet auch im Darm-Stadt, Kein Style – Aber geil: TSV 1860“ Eine typische Asozalität und Niveaulosigkeit der Sechzigern, die ich dennoch ganz amüsant finde. Trotzdem sollten das nächste Mal nicht die Fahnen vor dem Spruchband gewedelt werden und es sollte synchron hochgehalten werden.
In der zweiten Halbzeit gab es eine Choreo zur Ehre der Sektion Stadionverbot, welche zuerst mit Luftballons und danach mit Pyrotechnik geschmückt wurde. Respekt an Sechzig, dass sie gleich zwei Choreos für ein Auswärtsspiel vorbereiteten, was in Deutschland eigentlich auch nicht alltäglich ist...


Fotos/Text Experte 3