Samstag, 18. Oktober 2014

Rot-Weiß Erfurt - Chemnitzer FC 2:0

Gastbericht: Danke Pommes!

3. Liga
Steigerwaldstadion
Zuschauer: 7.493 (ca. 800 Gäste)

Am Samstag, 18.Oktober 2014 stand das Spiel RW Erfurt gegen Chemnitzer FC auf dem Programm. Man wollte sich ein letztes Mal das Steigerwaldstadion, vormals Mitteldeutsche Kampfbahn, zwischenzeitlich Georgij-Dimitroff-Stadion anschauen bevor es ab November 2014 umgebaut wird.
Aufgrund der Lokführerstreiks an diesem Wochenende befürchteten wir, alternativ anreisen zu müssen. Jedoch meinte es der Fußballgott gut mit uns, und der Direktzug nach Erfurt fuhr als einer der Wenigen. Rückfahrt war noch nicht gesichert, aber man hoffte irgendwie die Heimreise schon antreten zu können.


Im Zug angekommen machte man erstmal gemütlich Frühstück und zischte die ersten Bierchen. Nach 2:21 Fahrtzeit kam man ohne Probleme in Erfurt an und besichtigte den Stadtkern. Die Landeshauptstadt Thüringens hat einiges zu bieten und ist mit seinen Fachwerkhäusern und engen Straßen auf jeden Fall einen Besuch wert. Zur Mittagszeit genehmigte man sich gute Thüringische Hausmannskost für einen anständigen Preis. Gut gestärkt und in bierseliger Fußballlaune machte man sich auf ins Steigerwaldstadion.

Aufgrund des als Sicherheitsspiels eingestuften Ostduells fuhr keine Straßenbahnen zum Stadion und zurück. Die Strecke vom Bahnhof bis zum Stadion läuft man in ca. 20 Minuten.
Bei dem 1931 fertig gestellten Stadion handelt es sich um ein Leichtathletikstadion was dementsprechend mit einer roten Laufbahn versehen ist. Deshalb ist man ziemlich weit weg vom Spielfeld.
Aufgrund des Sicherheitsspieles gab es im ganzen Rund nur Radler was so so süß war, dass es einem den Mund verklebte.
Die Erfordia Ultras 1996 machten von Anfang an und bis auf ein paar Durchhängern durchgängig die bekannte (Ultra-)Stimmung.

Die Chemnitzer konnte ich aufgrund meines Standortes nicht hören. Jedoch war die optische Mitmachquote hoch.Was mir absolut positiv aufgefallen ist, war die Tatsache, dass bei der Gedenkminute kurz vor dem Spiel man wirklich eine Haarnadel hätte fallen hören. Alle Chemnitzer hielten sich daran und machten erst danach Stimmung. Großer Respekt hiefür. So muss das sein. Das wurde auch vom Erfurter Publikum mit entsprechendem Applaus gewürdigt.

Das Spiel selbst begann in der 3. Spielminute mit einem Paukenschlag und dem 1:0 für Erfurt. Hier half der Torhüter der Chemnitzer gütlich mit. Die Erfurter hatten darauf hin das Spiel in der ersten Hälfte unter Kontrolle. Das Spiel verlagerte sich hauptsächlich im Mittelfeld. Chemnitz hat u.a. mit einem Pfostenschuss durchaus die Möglichkeit auszugleichen. Jedoch fehlte es den Chemnitzer an Durchschlagskraft. Das 2:0 in der Nachspielzeit machte den Deckel auf die Partie. Es handelte sich meines Erachtens bei dem Spiel um ein intensives Spiel ohne aber hochklassig zu sein.

Man machte sich nach dem Spiel wieder zu Fuß zurück zum Erfurter Hauptbahnhof um abzuklären wie und wann man nach Hause kommt. Der Notfallfahrplan der Deutschen Bahn sah vor, dass man ab 18:40 Uhr mit zwei Mal umsteigen um 01:44 Uhr in Würzburg ankam. Da hatte man noch Zeit weiter das gute Thüringer Bier zu kosten, was man auch direkt gegenüber des Hauptbahnhofs im „Willy-Brandt-ans-Fenster“-Haus machte. Nachdem man auch noch getestet hatte ob der Barmixer Cocktails konnte, ging man sichtlich angeheitert und entsprechend der langen Zugfahrt mit Bier aufmunitioniert zum Zuggleis. Nachdem bei der Abfahrt alles klappte, musste man das erste Mal in Saalfeld (Saale) umsteigen. Als man bereits im Zug saß und sich weiterhin selber gefeiert hat, mussten wir leider feststellen, dass die Bahn kurzerhand und ohne es im Zug durchzusagen unsere Fahrt umdisponierte und man sich anstatt Richtung Bamberg plötzlich im Zug Richtung Jena befand. Schöne Kacke! Nun war guter Rat teuer. Zum Glück hatte man Bekannte in der Nähe von Jena. Diese wurden kontaktiert und glücklicherweise kann man sich auf seine Freunde verlassen, so dass man in Jena mit dem Auto abgeholt wurde und auch noch über Nacht ein Dach über den Kopf hatte! An dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön, Martin!
Am nächsten Tag checkte man, nach einem ausgiebigen Frühstück, die Möglichkeiten wieder nach Hause zu kommen. Der Notfallplan der DB sah vor, dass ein Zug ab 11:00 Uhr abfuhr und man nach mehrmaligen umsteigen ca. um 16:20 Uhr wieder in Würzburg ankommen sollte. Eingedeckt mit einigen Hopfenkaltschalen machte man sich auf den Weg und ohne größere weitere Komplikationen war man dann tatsächlich zum geplanten Zeitpunkt nach insgesamt fast 36 Stunden wieder in der Heimat.