Samstag, 18. Oktober 2014

Lokomotiv Plovdiv - Levski Sofia 1:1

A PFG
Stadion Lokomotiv
ca.4000 Zuschauer (ca 500 Gäste)

Eigentlich sollte es ja zum Sofia-Derby gehen, da wir unseren Flug schon ziemlich zeitig buchten, hatten wir das Pech, das das Stadtderby wieder einmal eine Woche nach hinten verlegt wurde.
Mist, aber nicht zu ändern.
So ging es mit Fulda-Holgi nach dem traditionellen Auftaktbier im "Gleis 25" mit dem Bohr-Bus nach Hahn. Da wir nach einigen Bieren dringend eine Notdurft verrichten mussten, baten wir den Fahrer doch mal kurz anzuhalten,was dieser auch nach der 2 Aufforderung tat...war auch dringend nötig. Die Strecke nach Hahn zieht sich doch recht lang.Hier ging es dann für 55 Euro mit Wizzair nach Sofia.Mittlerweile auch schon mein 4. Besuch hier.Am Ausgang wartete schon Paul aus Hannover auf uns.

Nun wollte man gleich nach Plovdiv durchstarten, so hatte man einen Shuttle-Transfer mit dem Taxi zum Busbahnhof gebucht.
Allerdings handelten wir mit dem Taxifahrer einen guten Preis aus und wir fuhren dekadent gleich durch nach Plovidv, so sparten wir jede Menge Zeit.
Das gebuchte Hostel war leider ausgebucht und wir wurden ans Hostel Gramophone verwiesen, was sich als Glücksfall herausstellte.

Erstmal ging es wie immer in den Happy Grill, das ist eine lokale Kette in der man gut essen und trinken kann, und die Bedienungen laufen alle mit den kürzesten , roten Röcken rum. Im "Hopp Hard" einmal liebevoll als "Heiße Höschen Bar " bezeichnet.
Nachdem wir uns an den Servicekräften satt gesehen hatten, ging es nochmal in den Hostel eigenen Club, wo zu Techno-House-Musik , Bier und Schnaps nochmal ordentlich gefeiert wurde.
Am nächsten Tag wurde bei strahlendem Sonnenschein erstmal auf der Hotel-Terasse ein ordentlicher Frühschoppen zelebriert bevor es auf ein Essen in den Happy Grill ging.
Rechtzeitig ging es mit dem Taxi zum Lauta-Park, in dem das Stadion von Lok Plovdiv steht. Leider gab es im Biergarten keinen Alkohol zu kaufen,selbst Fulda-Holgi´s Charme und Bestechungsversuche gingen ins Leere...
Das gleiche Spiel sahen wir vor 4 Jahren in Sofia und lernten Leute von Lok kennen. War ne ganz witzige Geschichte, als wir nach nem Spiel von Akademik Sofia auf der Ovcha Kupel auf ein Taxi vorm Stadion warteten, wurde ein älterer Lok-Plovdiv Casual auf uns aufmerksam und wir durften erst Schnaps von seinem Flachmann trinken und er versprach uns, uns mit zum Levski-Stadion zu nehmen, denn sein Freund, ein Plovdiver, der für Akademik spielt,würde uns mitnehmen.
So landeten wir mit ihm im Gästeblock und durften einen Sahneauftritt von den "Neapolitana Ultras " und "Gott mit uns" mit reichlich Pyro bestaunen und wurden dem halben Block vorgestellt.
Wieder mal ein klarer Fall für "Fussball-Assis treffen sich immer und überall...manchmal auch durch Zufall!"
Leider trafen wir keinen der Jungs heute. Nur einer der Ultra-Capos kam zu uns an den Tisch und erkundigte sich wer wir sind und was unser Auftrag hier ist. Alles easy, als Deutscher ist man hier nicht ungern gesehen. Denn Lok´s Fanszene ist wie die meisten in Bulgarien ultrarechts.
Stadion ist auf einer Seite unbebaut und halt so das typische Ostblock-Teil, konnte gefallen.
Das Spiel war natürlich schlecht, wobei der Support auf beiden Seiten gut war. Allerdings scheint in Plovdiv jemand aus der Fanszene gestorben zu sein, da die Zaunfahnen verkehrt herum hingen und es wohl ihm zu Ehren Spruchbänder gab.Ausserdem hing ja eine Fahne mit seinem Konterfei und seiner recht kurzen Lebenszeit von 1998-2014. Auch von uns aus RIP !
Leider ist mein Bulgarisch recht schlecht ;-) Falls einer mehr weiss, würde ich mich über ne Nachricht freuen.
Der gutgefüllte Levski-Block machte geschlossen Stimmung und zur 2. Halbzeit gab es noch eine Choreo in Vereinsfarben und reichlich blau-gelben Rauch. Super !
Mit der letzten Aktion glich Lok Plovdiv unverdient aus und die Spieler feierten als hätten sie die Champions League gewonnen.
Zufrieden ging es nach dem Spiel zur nahegelegenen Tankstelle und man handelte den nächsten Taxifahrer nochmal runter und kam noch billiger zurück nach Sofia, als wir hergefahren sind...

Fotos/Text: +++Pressi+++