Montag, 14. April 2014

Sacachispas FC - J.J. Urquiza 0:0

Primera C
Estadio Beto Larosa 
120 Zuschauer 


Nach dem Frühstück entschied man sich heute vormittag für etwas Sightseeing in San Telmo. Ganz ehrlich, wenn man nicht auf Antiquitätenläden steht, ist das Viertel auch nix besonderes, Bißchen Kopfsteinpflaster, angemalte Häuser. Einzig der überdachte Markt und die Plaza Dorrego konnten punkten.
Auf ihr sind ein paar Kneipen, die ich als Tourifallen bezeichnen würde. Bis jetzt kann ich sagen , die Tourispots kann man nebenbei mitnehmen. Viel gibt es ja nicht zu sehen. Casa Rosada ist noch ganz nett, aber wenn ein Obelisk schon sehenswert sein soll...in Würzburg steht so einer in klein auch auf dem Marktplatz und wird nicht besonders erwähnt. Trotzdem kann Buenos Aires schon gefallen. Nettes Flair hier.

Dann holte man sich noch eine SUBE-Karte, damit das nervige Kleingeldsammeln, für das Bus und Metro fahren , flach fällt. Sie kostet zwar glaub ich 20 Peso , man kann sie aber bis zu 10 Peso ins Minus bringen.
So war man gegen mittag im Hostel um auf Carsten zu warten und die heutigen Spiele zu checken. Da irgendein besoffener Hipster-Student wohl vergessen hatte sein Badewannenwasser abzustellen, war unser Zimmer teilweise unter Wasser, wurde aber ruckzuck behoben.
Irgendein Rotz geht immer, sagten wir uns und so fuhren wir zum 4. Liga-Kick am Montag um 15;30 (!!) ins Viertel Soldati.
Scheinen viele Cartoneros zu wohnen, da dort viele gepackte Sackkarren rumstanden.
Der Hausmüll wird in Argentinien in der Regel nicht sortiert. Im Rahmen des Programms “Basura Cero” (Null Müll) sind aber seit Mitte 2007 größere Müllverursacher wie Banken, Supermärkte, Luxushotels oder Shopping-Center dazu verpflichtet, organischen Abfall von Verpackungsmaterialen getrennt zu entsorgen. Der Müll wird an Wochentagen und Sonntags in den Abendstunden vor den Geschäften oder Wohnungseingängen auf die Straße gestellt. Dies ist die Zeit, zu der die Cartoneros ihre Arbeit aufnehmen.
Der Müll wird meist in schwarzen, unmarkierten Säcken auf die Straße gestellt, die keinen Blick auf den Inhalt ermöglichen. Die Cartoneros müssen daher zunächst die Tüten aufreißen und diese durchwühlen. Dadurch verstreuen sich häufig organische Materialien und wertlose Abfälle um die Müllstellen. Gesammelt wird alles, was irgendwie von Recyclingfirmen aufgekauft wird. Dazu gehören vor allem Papier und Karton, Plastikflaschen sowie Kupferdrähte oder Aluminium.
Die Polizeipräsenz ließ auf ein Fussballspiel schließen. Da die 
Tore noch verschlossen waren, fragen wir 2 einheimische Lungere wo es Tickets gibt.

Kassen würden um 3Uhr öffnen, war die Antwort.Kurz darauf öffnete sich das Tor zum Trainingsplatz und den Spielerkabinen. 
Flugs nutzten wir die Gunst der Stunde. Da man Durst hatte, wurde nach Wasser gefragt,welches wir in Form eines 5l-Kanisters bekamen und lila Trinkbecher dazu. Ging aufs Haus.
So kam man mit Mannschaftsbetreuern ins Gespräch und mußte noch dem Torwart die Hand schütteln. Nette Leute !
Stadion ist ein 4.000er mit kleiner Haupttribüne im Clubhaus integriert. Gegentribüne hat ein paar lila Stufen über die ganze Seite und eine Holztribüne hinter einem Tor.Hinter dem anderen Tor war nix ausgebaut.
Sogar eine Heimbarra gab es , bestand aus 30 Mann mit Namen "La Barra de Soldati", 4 Bänder und ca. 20 Zaunfahnen.
Ab und zu ging die Trommel und kurz wurde was gesungen. Für die Zeit und Montag geht das in Ordnung.
Danach gings zurück nach Constitucion, Carsten fuhr per Bus weiter nach Bahia Blanca, während ich den Zug nach Avellaneda bestieg.


Fotos/Text: +++Pressi+++