Dienstag, 8. April 2014

CA Velez Sarsfield - Club Universitario de Deportes 1:0

Copa Libertadores
Estadio Jose Amalfitani (El Fortin)
10.000 Zuschauer (ca 400 Gäste)



Heute morgen gings noch mal raus nach Nunez, die bestellten Tickets für River Plate abholen. Was wider erwarten problemlos geklappt hat.
In den Vorortzügen wird immer allerlei verkauft, Schokoriegel, Super Panchos,Getränke, mal spielt ein Musiker/Band.Heute im Angebot: Ein Zirkelkasten ! ;-)
Manchmal betteln auch schwere Schicksale...eines jedoch sind sie nie: Aufdringlich! Im Gegensatz zu anderen Ländern.

Rechtzeitig zurück im Hostel schloß man sich dem Hostel-Mob zur Free-Walking-Tour durch Boca an. Hin gings per Collectivo.
La Boca ist ein Stadtteil im Osten der Hauptstadt und das bekannteste der 48 Viertel der Stadt. Er liegt an der Einmündung des Riachuelo-Flusses in den Rio de la Plata und hat daher auch seinen Namen(Boca=spanisch für "Mündung). Heute ist La Boca populär bei den Touristen, auch wegen seiner originellen Häuser. Sie wurden aus dem Blech abgewrackter Schiffe gebaut und mit Schiffslack bunt bemalt. Viele Künstler preisen ihre Werke auf den Gehsteigen der Straße El Caminito(der kleine Weg)an.


Abseits von den schönen Häusern, ist das Viertel halt so ne richtige Touristenfalle. Überall will sich jemand mit Dir fotografieren lassen und dich in seinen Laden zerren. Auch überteuerte Restaurants gibt es. Ansonsten kann das Barrio(Viertel) schon gefallen. 
Man konnte natürlich mit seinem Wissen über Boca, Maradona und den argentinischen Fussball punkten.
Nach der Free-Walking-Tour gabs das Angebot für 100 Peso (9Euro) eine Tour durchs Tangoviertel Palermo zu machen. Da mich das nicht sonderlich interessiert, ging ich zurück zu La Bombonera und schaute mir das Stadion und das Boca-Museum an.
Danach im Schmierimbiss um die Ecke ne Choripan (CHOrizo + PAN/Brötchen). Naja, der Reißer war es nicht.

Mit dem Bus ging es in 2 Std raus ins Viertel Liniers. Vom Bahnhof aus sind es dann noch 10min Fußmarsch.
Platea-Ticket gabs für 250 Peso.
Da in der Copa Gäste erlaubt sind, war der Gästeblock schon hermetisch abgeriegelt und übelster Polizeiaufmarsch.
Das Stadion ein Traum. Große, steile Stehkurven.Eine normale Haupttribüne und die Gegengerade ist doppelt so hoch, sie ist allerdings nur für Mitglieder zugängig.
Um 2 Flutlichtmasten waren Cola-Dosen zu Werbezwecken gewickelt.
Die Gäste, am Ende werden es ca. 400 Peruaner um "La ComUnidad" gewesen sein,bescheinige ich einen ordentlichen Auftritt, Zwar ist Ihr Support nicht so melodisch, aber Ihre Block-Pogos waren nett anzuschauen.
Die Heim-Barra "La Pandilla" (Die Bande) kam zur 5.min mit ca 50 Hänseln in weißen T-Shirts in den Block, der nur mit 3 Mini-Bändern geschmückt war, hätte man dann auch lassen können.
Aufgrund italienischer Wurzeln wehten ein paar ital. Flahnen und noch eine Handvoll blau-weiße. Optisch war das ziemlich mau.
Auch akustisch konnten die Velez-Hinchas nicht überzeugen, zwar ständig am singen. Aber an Lautstärke und Mitmachquote mangelte es.
Nur am Schluß als das ganze Stadion das Copa-Libertadores-Lied sang und wirklich jeder mitmachte und dazu tanzte war es eine Bombe.
Nach der üblichen Blocksperre für Heimfans, gings per Bus wieder zurück ins Hostel und nach 2 Bieren ins Bett.



Fotos/Text: +++Pressi+++